Konzept

Der "Offene Ganztag" bietet uns die Chance, beide Einrichtungen, also Schule und Hort, weiter miteinander zu verzahnen und sie als Lern- und Lebensort spürbar zu gestalten.
Die gemeinsame Zielsetzung gibt uns dafür den Rahmen und klare Absprachen, die nötige Struktur.
       
   
Lernen

Im Mittelpunkt steht die individuelle Lernentwicklung des Kindes.
Durch eine interessante Unterrichtsgestaltung, konzentrationsabhängiges Arbeiten (ohne Klingelzeichen), Methodenvielfalt, Differenzierung, Förderung und Integration wollen wir jedes Kind befähigen, die Lernziele der Grundschule zu erreichen oder darüber hinauszugehen.


Gemeinsame Projekte oder Projekttage, das entdeckende Spiel, Neigungskurse oder auch die Angebote für die Herausbildung von Interessen und Neigungen unterstützen dieses. Das Mitgestalten des eigenen Bildungsprozesses und auch des Lernortes runden das Vorhaben ab.

       
   
Förderung

Jedes Kind sollte nach seinen individuellen Voraussetzungen gefördert werden.
Viele Faktoren sprechen immer noch dagegen, dass man dieses Ziel bei allen Kindern verwirklichen kann. Wir versuchen, gemeinsam mit den Erzieherinnen Unterrichtsstrukturen aufzubrechen und den Kindern in der Schule mehr Zeit für das Lernen zu geben.


Das Hausaufgabentraining für die Kleinen und später für das Hausaufgaben- und Methodentraining für die Großen sollen ein erster Schritt in diese Richtung sein.
Der Kreis schließt sich durch die Begabtenförderung, die Betreuung im LRS- und Dyskalkuliebereich oder durch die sonderpädagogische Begleitung unserer Integrationskinder.

       
   
Bewegung

Veränderung der Gesellschaft und Medienflut: Unsere Kinder bewegen sich immer weniger.
Fehlende Bewegung ruft nicht nur Fettleibigkeit hervor, sondern auch eine mangelnde Ausbildung in der Fein- und Grobmotorik. Die fehlende Motorik eines Kleinkindes kann wiederum die nötigen Impulse für die Vernetzungen im Gehirn nicht geben. Die Folge ist, dass Kinder mit großen Problemen in der Grob- und Feinmotorik eingeschult werden und eine Zunahme von LRS- und Dyskalkuliekindern beobachtet wird.


Wir versuchen über das Hamburger-Modell, das heißt über die Vernetzung von Sport und Ergotherapie sowie durch Bewegung durch Spiel im Öko-Garten, verschiedene Neigungskurse und Angebote die Motorik zu schulen und die natürliche Bewegungsfreude unserer Kinder zu unterstützen. Viele Kurse haben wir, auch auf Wunsch der Eltern, zielgerichtet ausgewählt.

       
   
Interessen und Neigungen
Seit vielen Jahren bieten wir unseren Schüler/innen viele Angebote, um Interessen und Neigungen herauszubilden.
Auf diesem Gebiet bringen wir Erfahrungen und langjährige Kooperationspartner mit in unser Ganztagskonzept ein. Zu nennen sind u. a. der "Kleine Spreewaldpark" mit Frau Schürmann und dem Aqua-Projekt, der Jugendclubleiter Herr Siebler mit dem Informatikkurs (seit 1996), das Freizeithaus "Nest" mit Frau Schwark und Herrn Erler mit der Unterstützung beim Theaterkurs oder der Betreuung unserer Kinder im Sport- oder Freizeitbereich, die Abteilung Schach des SV "Glück auf" Rüdersdorf, die Leichtathleten, eine Schülerzeitung mit Tradition sowie Neigungskurse im Bereich Chemie, Informatik, Stille Übungen sowie Kochen und Backen. Wir haben die Kurse entsprechend unseres Profils und den Wünschen von Eltern, Schüler/innen und dem Können von Lehrer/innen ausgewählt.
   
   
Sozialkompetenz

"Gutes Benehmen" ist wieder "In".
Ein freundlicher Gruß, eine nette Geste, Kameradschaftlichkeit und Hilfsbereitschaft gehören für uns als wesentlicher Bestandteil zu den Sozialkompetenzen.


Wir wollen durch unser Handeln die Kinder stark machen, Ängste nehmen, Grenzen setzen und Grenzen erfahren lassen, Gemeinschaftssinn entwickeln und ihnen zeigen, wie man Konflikte friedlich löst, im Unterricht oder danach. Die Kinder sollen noch deutlicher unsere Einrichtung als Lebensraum erleben und sich auch auf freie Minuten mit ihren Freunden/Klassenkameraden freuen.
Wir wollen sie zur Selbstverantwortung und Selbstständigkeit erziehen. Kinder dürfen sich in Freiräumen bewegen, Prozesse mitgestalten und sollen ernst genommen werden. Klare Absprachen und Regeln sind dafür Voraussetzung.

   
   
Ökologie
Ökologie hat viele Gesichter.
Die Ökologie steht bei uns für Schulung des Umweltbewusstseins, Sensibilisierung für die Natur, Schwerpunktunterricht, globale Zusammenhänge, Zusammenarbeit mit "Naturschutz-aktiv" und "Kleiner Spreewaldpark", ökologische Schulhofgestaltung und Pflege, Tiergehege auf dem Schulhof, Verantwortung gegenüber Lebewesen, getrennte Müllsammlung und Müllvermeidung, gesunde Lebensweise, Projektarbeit, Ausflüge in die Natur, fächerübergreifendes Unterrichten, ......
   
   
L-S-E Verhältnis
Das Schulklima ist gut!
Lehrer, Schüler und Erzieher würden sagen, dass das Verhältnis zwischen allen ganz in Ordnung ist... Stimmt, aber es wird sich mit Hilfe der offenen Ganztagsangebote vielleicht noch ein wenig freundlicher und kommunikativer gestalten, weil man mehr Zeit für das gemeinsame Lernen hat, man sogar voneinander lernen kann und sich von einer noch nicht so bekannten Seite kennen lernt. Das gilt für alle Beteiligten gleichermaßen.
   
   
Zeit

Mehr Zeit für den eigentlichen Unterrichtsprozess.
Wir wollen die Kinder durch das Hausaufgaben- und Methodentraining anleiten, unterstützen, fördern und Ängste vor der Erledigung bestimmter Aufgaben nehmen. Daraus sollten sich Erfolge für die Schüler/innen und Freude bei den Lehrer/innen am Vormittag einstellen.


Die Schüler/innen können bestimmte Kompetenzen, die sie am Nachmittag gewonnen haben, in die Fächer einbringen und arbeiten selbstbewusster mit. Insgesamt bleibt mehr Zeit für den eigentlichen Unterrichtsprozess. Wir hoffen, dass dadurch Schüler/innen und Lehrer/innen entspannter am Vormittag miteinander umgehen können. Eltern werden durch unser Hausaufgaben- und Methodentraining entlastet.

   
   
Zusammenarbeit

Gemeinsam mit dem Hort für Konstruktivität und Produktivität.
Der Hort ist unser Hauptkooperationspartner. Der Hort ist gleichberechtigt. Gleichberechtigt und gleich viel bringen sich Hort und Schule in die Kooperation ein.


Jeder Partner hält sich an Absprachen und verfolgt in Kooperation die verabredeten Ziele, die zu einem großen Teil auch Elternwunsch sind. Es ist eine klare Strukturierung in der Zusammenarbeit erforderlich. Diese wird auf gemeinsamen Beratungen verabredet.


Alle Mitarbeiter/innen begegnen sich mit Achtung, Vertrauen und arbeiten verlässlich. Hort und Schule zeichnen gleichberechtigt Kooperationsverträge. Ziel ist es, mit allen Kooperationspartnern produktiv und konstruktiv zusammenzuarbeiten.

   
   
Projekte

Lernen vertiefen durch themenzentrierte Projekte.
Die Projektarbeit findet in unterschiedlichen Formen regelmäßig statt: Entweder innerhalb des Stundenrahmens einer Klasse in einem ausgewählten Fach oder altersübergreifend und thematisch strukturiert oder auch für die gesamte Schule. Meist werden in den Projekten Eltern, Verwandte, Kooperationspartner, u. a. einbezogen.


Assemblys gehören nun schon zur Tradition und vertiefen das Zusammengehörigkeitsgefühl.